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Willi Hoffmeister

Ostermarschkomitee Rhein-Ruhr

Als Schüler erlebte ich den zweiten Weltkrieg und das „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ prägte meine Jugendzeit nach der Niederschlagung des deutschen Faschismus. Nicht zuletzt die Auferstehung der alten Kanonenkönige in den westlichen Besatzungszonen, die Remilitarisierung und Wiederbewaffnung, der Griff nach der Atom-teilhabe mit der Bemerkung dazu von Bundeskanzler Konrad Adenauer, die Bombe sei ja nur: „eine Weiterentwicklung der Artillerie“, machten mich zum Friedensaktivisten. So wurde ich infolge der vielfältigen Friedensaktionen, des Kampfes gegen den Atomtod, 1961 einer der ersten Ostermarschierer an der Ruhr. 1963 als „Kampagne für Abrüstung“ und dann mit der Beteiligung weiterer gesellschaftspolitischer Gruppen zur Massenbewegung angewachsen, wurden die Ostermärsche 1968 zur „Kampagne für Demokratie und Abrüstung“. Es war ein Fehler zu glauben, mit der Entspannungspolitik durch die sozialliberale Regierung Brandt in den 1970er Jahren sei der unterstützende Druck durch die außerparlamentarische Bewegung überflüssig geworden. So war es dann Kanzler Schmidts „NATO Doppelbeschluss“, der die Ostermarsch-Bewegung zur erneuten Höchstform trieb. Der Krefelder Appell unter der Überschrift: „Der Atomtod bedroht uns alle – keine Atomraketen in Europa“, mit seinen rund 5 Millionen Unterschriften und die Bonner Friedensversammlung waren herausragende Momente der 1980er Jahre. Bei allen jährlichen Aktionen der Friedensbewegung sind die Ostermärsche bis heute die größte an einem Wochenende in der Bundesrepublik stattfindende Friedensaktivität. Angesichts der Aufrüstungspolitik ist die Kampagne: „Abrüsten statt Aufrüsten“, hochaktuell. Nur gemeinsam sind wir stark, war eine Erkenntnis meines politischen Lebensweges. Als Kommunist, Gewerkschafter und Friedensaktivist von Jugend an habe ich gelernt, manchmal auch lernen müssen, stets das Bündnis mit gleichgesinnten zu suchen. Die Sammlungsbewegung "#Aufstehen" ist nicht zuletzt in Anbetracht der antisozialen und militärischen Regierungspolitik unseres Landes dringend nötig und wird dann ein Erfolg werden, wenn Mensch sich nicht wieder an kleinen Meinungsverschiedenheiten zerstreitet.

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