Unterstützer

Prof. Dr. Tanja Paulitz

Soziologin

Die politische Linke zu versammeln, sehe ich angesichts von fortgesetztem Sozialabbau und wachsenden sozialen Ungleichheiten als unverzichtbare Initiative. Generell ist es nicht hinnehmbar, dass Wenige in der Gesellschaft immer mehr und Viele immer weniger haben. Auch geschlechterpolitisch geht die Schere auseinander: Im Fokus neoliberaler Diversity-Politik steht die kleine Gruppe der Frauen in Führungspositionen. Weitgehend ignoriert wird Mehrheit von Frauen in schlecht bezahlten sog. "Frauenberufen", oft prekär beschäftigt, meist in Teilzeit, viele mit Migrationshintergrund, immer häufiger alleinerziehend, und ohne Möglichkeit, ein ausreichendes Einkommen oder eine eigene existenzsichernde Rente zu erwerben. Auch das gesellschaftliche Care-Problem bleibt ausgeblendet oder wird für die wenigen Hochqualifizierten marktförmig 'gelöst'. Hier braucht es eine linke politische Kraft, der scheinbar alternativlosen neoliberalen Politik entgegen zu treten.

zurück zur Übersicht